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...und zwar das andere Extrem, wie mir scheint.

Seit Jahr und Tag - also jener Zeit vor etwa 7, 8 Jahren, als ich meine Persönlichkeit in Steintafeln meisselte und mich mit jenen in der Hand unter das Volk mischte - verstand ich es als mein Ziel, meine Aufgabe, meine Bestimmung MEHR zu sein, MEHR zu werden.
Ich wollte herrausragen, aus der Gesellschaft. Ich wollte einen Kratzer auf der Weltkugel hinterlassen, den man in 100 Jahren noch vom Weltall aus sehen konnte. Ich wollte meinen Freunden der lustigste Gesellschafter und wichtigste Ratgeber sein, wollte in der Arbeit der unentbehrlichste sein auf den man sich stets verlassen konnte. Ich wollte auf eine Party gehen, wo ich niemanden kannte, und beim Verlassen der Party von allen gekannt werden.
Dieser Wunsch etwas "besonderes" zu sein gab mir lange Zeit Kraft und Energie, trieb mich an. Gleichzeitig kamen aber natürlich auch die Zweifel, wie ich es denn vollbringen wollte, so herausragend zu werden, wie ich es mir meiner Meinung nach verdient hätte. Je mehr Zeit verging umso größer wurden die Zweifel und auch die Trauer darüber noch immer nichts erreicht zu haben, und die Energie, mit der mich die Hoffnung antrieb nahm ab.
Irgendwann war wohl der Punkt erreicht wo ich mehr deprimiert darüber war, mir die Fingernägel an der Erdkruste wund zu kratzen, als die Freude darüber dass ich es wohl irgendwann geschafft haben würde.

Heute in der Arbeit ist mir dann aufgefallen, dass ich in den letzten Wochen und Monaten ein ziemliches Gegenprogramm gefahren bin. Ich ziehe mich zurück, gehe meinen Freunden aus dem Weg, mache mich klein und unscheinbar. Eine Art stille Kulturrevolution in mir selbst. Vielleicht finde ich ja mein Glück, in dem ich mich bemühe NICHT wichtig und herausragend zu sein? Wer weiß...

- BM out -

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