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Ich habe heute - zumindest mal in Rohform und auf Schmierpapier - meinen letzten Willen verfasst. Mein Testament.
Weniger weil ich das Gefühl habe bald zu sterben oder gar den ausdrücklichen Wunsch da nachzuhelfen, sondern weil ich mein geistiges Erbe gesichert wissen wollte. Ich möchte, dass meine Ideen, meine Ideale weiterbestehen, dass das was ich selbst getan hätte, auch getan wird, wenn ich keine Möglichkeit mehr dazu habe.
Für mich klingt das erschreckend vernünftig. Eigentlich. Anscheinend ist dem aber nicht ganz so, sonst würde ich ja hier nicht drüber bloggen. Denn kaum dass ich meinen Willen entsprechend formuliert hatte, und damit zufrieden war, kam mir die entscheidende Frage in den Kopf:
In was für einer Welt leben wir, in der ein gesunder 24-jähriger sein Testament verfasst?

- BM out -

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