Gestern war ich bei meiner Mum draussen und da hat sich während des Mittagessens ein Gespräch über Spiritualität entwickelt, ausgelöst natürlich durch die Meldungen zum Tod des Papstes.
Hier nun ein möglichst vollständiges Transskript des Gespräches zwischen uns vier (meine Mum, Fredy, mein Bruder und ich) zu erzeugen wäre zwar das Optimum, aber ich beschränke mich nun darauf meine Ansicht zu dem Thema darzulegen.
Ich glaube nicht an die Seele. Ich bin nicht spirituell, bin nicht gläubig, ich kann das alles einfach nicht. Zugegeben, manchmal finde ich das schade, da habe ich das Gefühl ich versäume etwas, manchmal bin ich auch stolz darauf, weil ich mich dann in meiner intelektuellen abgeklärten Arroganz wälze.
Alles was es für mich gibt ist Bio-Chemie.
Alles was ich empfinde ist die Interpretation elektrische Impulse in meinem Gehirn. Tasten, sehen, schmecken, riechen, hören - es läuft darauf hinaus, dass ich physikalische eindrücke von außen aufnehme, sie in elektrischer Impulsform in meinem Gehirn verarbeitet werden und dann in Eiweissform in meinem Gehirn gespeichert werden. Die dort abgelagerten Eiweissformen sind die Sammlung all dessen was ich mal empfunden habe und wie ich es empfunden habe und legen fest wie ich mit neuem Input umgehe. Ob ich etwas mag oder nicht mag.
Meine Persönlichkeit ist das Ergebnis aus diesen Eiweissspeicherungen und meiner hormonellen Grundveranlagung. Meine Gefühle gegenüber etwas oder jemandem erschliessen sich ebenfalls aus diesem Muster.
Wenn ich sterbe bleibt somit nichts zurück. Meine Persönlichkeit vergeht mit den Eiweissablagerungen in meinem Kopf. Für mich gibt es kein Leben nach dem Tod, keinen Himmel, keine Wiedergeburt, keine Energie die zurück bleibt.
Aber mit meinem Tod verschwinde ich ja nicht - ich habe folgende drei Möglichkeiten:
a) die Eiweissablagerungen die mich betreffen in den Gehirnen weiterlebender Personen (also Erinnerungen)
b) eventuell weitergegebenes genetisches Material an meine Kinder und deren Nachfahren. Das ist zwar nicht ganz so gut wie die Seele aber auch was nettes.
c) Herausragende Leistungen die in die Analen der Menschheit eingehen und somit für ewig unauslöschlich (oder so) sind.
Für mich klingt das zumindest besser als Leben nach dem Tod oder Wiedergeburt. Tröstender und ehrlicher. Es ergibt mehr Sinn und hat Hand und Fuss.
- BM out -
Hier nun ein möglichst vollständiges Transskript des Gespräches zwischen uns vier (meine Mum, Fredy, mein Bruder und ich) zu erzeugen wäre zwar das Optimum, aber ich beschränke mich nun darauf meine Ansicht zu dem Thema darzulegen.
Ich glaube nicht an die Seele. Ich bin nicht spirituell, bin nicht gläubig, ich kann das alles einfach nicht. Zugegeben, manchmal finde ich das schade, da habe ich das Gefühl ich versäume etwas, manchmal bin ich auch stolz darauf, weil ich mich dann in meiner intelektuellen abgeklärten Arroganz wälze.
Alles was es für mich gibt ist Bio-Chemie.
Alles was ich empfinde ist die Interpretation elektrische Impulse in meinem Gehirn. Tasten, sehen, schmecken, riechen, hören - es läuft darauf hinaus, dass ich physikalische eindrücke von außen aufnehme, sie in elektrischer Impulsform in meinem Gehirn verarbeitet werden und dann in Eiweissform in meinem Gehirn gespeichert werden. Die dort abgelagerten Eiweissformen sind die Sammlung all dessen was ich mal empfunden habe und wie ich es empfunden habe und legen fest wie ich mit neuem Input umgehe. Ob ich etwas mag oder nicht mag.
Meine Persönlichkeit ist das Ergebnis aus diesen Eiweissspeicherungen und meiner hormonellen Grundveranlagung. Meine Gefühle gegenüber etwas oder jemandem erschliessen sich ebenfalls aus diesem Muster.
Wenn ich sterbe bleibt somit nichts zurück. Meine Persönlichkeit vergeht mit den Eiweissablagerungen in meinem Kopf. Für mich gibt es kein Leben nach dem Tod, keinen Himmel, keine Wiedergeburt, keine Energie die zurück bleibt.
Aber mit meinem Tod verschwinde ich ja nicht - ich habe folgende drei Möglichkeiten:
a) die Eiweissablagerungen die mich betreffen in den Gehirnen weiterlebender Personen (also Erinnerungen)
b) eventuell weitergegebenes genetisches Material an meine Kinder und deren Nachfahren. Das ist zwar nicht ganz so gut wie die Seele aber auch was nettes.
c) Herausragende Leistungen die in die Analen der Menschheit eingehen und somit für ewig unauslöschlich (oder so) sind.
Für mich klingt das zumindest besser als Leben nach dem Tod oder Wiedergeburt. Tröstender und ehrlicher. Es ergibt mehr Sinn und hat Hand und Fuss.
- BM out -
Black_Mage - am Dienstag, 5. April 2005, 01:11